So

09

Feb

2014

Hamm in "Windeseile"

Maren Urner (Foto: M. Holtkötter)
Maren Urner (Foto: M. Holtkötter) gewann heute überlegen den 15-km-Lauf bei der Hammer Laufserie und führt damit die Serienwertung mit großem Vorsprung an.

Die Wettervorhersage hatte ja bereits vorgewarnt. Kräftiger Wind war angesagt, der heute morgen beim Blick aus dem Fenster und auf den Tageswetterbericht bestätigt wurde. Windgeschwindigkeiten von 26 km/h mit Böen bis zu 50 km/h. Für mich heißt dies schon eine kleine innere Kapitulation mit Blick auf einen anstehenden Wettkampf. Mir fehlt einfach die Kraft, mich gegen den Wind zu stemmen, aber was hilft es, wenn die 15 km bei der Hammer Laufserie anstehen. Da heißt es, klug zu laufen und sich das Rennen gut einzuteilen.

Besonders gut bekam das heute Maren Urner hin. Sie ging als Führende in der Serienwertung an den Start. Dort fehlte mit Sofia Salzwedel ihre Hauptkonkurrentin. So konnte sich Maren auf sich selbst konzentrieren. Am Ende blieb sie als Siegerin mit 58:59 Minuten knapp unter 59 Minuten. Maren muss jetzt nur noch gesund beim Halbmarathon am Start stehen. Dann ist ihr der Gesamtsieg in der Serie kaum noch zu nehmen, so deutlich führt sie die Wertung an. Und Halbmarathon kann sie auch sehr gut.

Lange Zeit lief Sue Rossano Rivero auf dem 2. Rang. Sie war zügig losgelaufen. Nach der letzten Wende ging es dann noch mal drei Kilometer gegen den Wind. Sue hatte zu diesem Zeitpunkt viel investiert. Ira Schwefer hatte sich die Strecke besser eingeteilt. Sie lief noch an Sue auf den 2. Gesamtplatz in 1:02:40 Stunden vorbei. Sue wurde schließlich in 1:03:00 Stunden Dritte. Ein richtig gutes Rennen absolvierte Corinna Meiser. Das konnte man auf der Strecke auch an ihrer Körpersprache ablesen. Bei 10 km ging Corinna nahezu in ihrer Zeit vom Hammer 10-km-Lauf durch. Am Ende war die Endzeit von 1:05:18 Stunden im Bereich ihrer Bestzeit. Britta Brouwer war heute anscheinend in ihrem Element. Sie hat offensichtlich viel Kraft und trotzte dem Wind, was ihre 1:05:20 Stunden belegen. Eva Schönefeld konnte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. Da war sie bei besseren äußeren Bedingungen 1:07:16 Stunden gelaufen. Heute stoppten die Uhren für sie bei 1:05:43 Stunden. Am Ende gingen ihr etwas die Kräfte aus, aber es war ein gutes Rennen. Bei Steffi Michels und Caro Hauck hatte man den Eindruck, dass sie es sich richtig schön auf der Strecke gemacht hatten. Mal nicht 100 % geben, kann auch mal die richtige Taktik sein, schließlich ist die Saison noch lang und man kann nicht in jedem Wettkampf am Anschlag laufen. Sina Kerkering stand mit leichtem Kratzen im Hals am Start und ließ es ruhig angehen. Delia Krell-Witte wiederholte in 1:10:00 Stunden etwa ihre Vorjahresleistung.

Bei dem Männern unserer Trainingsgruppe lief es auch nicht schlecht. Zur Halbzeit sah es bei Klaus Brinker noch richtig gut aus. Aber auch ihm setzte der Wind im letzten Drittel zu. Letztlich kam er in der Zeit von 58:56 Minuten ins Ziel. Stephan Kerkering hatte mit einer Zeit von 60 Minuten spekuliert, hatte aber bei dem Wind seine Zweifel. Am Ende wurden es 1:01:45 Stunden. Ralf Schulze ist noch nicht wieder bei seiner alten Form, war aber mit 1:01:50 Stunden sehr zufrieden. Für Arne Fischer fühlte sich der Tag wie ein gebrauchter an. Mit der Zeit von 1:03:55 Stunden war er nicht wirklich zufrieden. Bei Klaus Pick ging es bis Kilometer 7 ziemlich gut, dann kam der Einbruch. Er musste die Frauen ziehen lassen, mit denen er bis dahin gelaufen war. Aber Klaus brachte das Rennen gut zu Ende.

Ich selbst hatte meine Zielvorgabe bei den Bedingungen gleich korrigiert. Die Zwischenzeiten auf meiner Uhr gaben meiner Entscheidung im Nachhinein recht. Zwischen Gegen- und Rückwindkilometern lagen im Schnitt 12 Sekunden Unterschied. Das spricht für sich. Am Ende schaffte ich es mit einem Endspurt noch auf 1:02:53 Stunden. 

 

Marion Hillebrand-Raves läuft in Düsseldorf Jahresbestzeit über 800 m

Marion (W50) lief heute bei den offenen Senioren Hallenmeisterschaften in Düsseldorf in 2:33,45 Minuten Jahresbestzeit. Sie steigert sich von Lauf zu Lauf. 

0 Kommentare

So

26

Jan

2014

Keine vorgezogenen Winterspiele bei der Hammer Laufserie

Foto: M. Holtkötter
Im Vorjahr gab es bei der Hammer Laufserie reichlich Schnee. In diesem Jahr waren die Bedingungen beim 10-km-Lauf besser, aber alle Teilnehmer waren mit viel Dreck bespritzt worden.

Vorgezogene "Winterspiele" gab es in diesem Jahr zum Auftakt der Hammer Laufserie nicht. Weit und breit kein Schnee, dafür aber eine pfützenreiche Laufstrecke. Im Ziel sahen die Teilnehmer mit den unzähligen, auf dem ganzen Körper verteilten Dreckspritzern aus, als hätten sie einen Crosslauf absolviert. Die äußeren Bedingungen motivierten unterschiedlich. Allein aus unserer Trainingsgruppe liefen einige Bestzeit. Dazu gehörten Sue Rossano Rivero, Eva Schönefeld, Britta Brouwer und Sybille Stein. Andere blieben hinter ihrem aktuellen Leistungsvermögen zurück.
Schusselige gab es auch. Zu ihnen gehörte beispielsweise ich. Ich hatte meinen Chip vergessen. Zum Glück fiel es mir noch rechtzeitig ein, sodass ich mir einen Ersatzchip leihen konnte. Am Leihchip hat es auch nicht gelegen, dass mein Ergebnis eher dürftig war. Johanna hatte nicht an ihr Vereins-Singlet gedacht. Da musste dann das von ihrem Freund David herhalten, dass schon von seinem Start völlig schmutzverkrustet war. Johanna ertrug es mit einem Lachen. 

Nicht alle kamen ins Ziel. David Schönherr spürte eine Muskelzerrung im Oberschenkel und gab bei Kilometer 5 das Rennen vorsorglich auf. Die Saison ist lang und muss nicht unbedingt mit einer hartnäckigen Verletzung beginnen. Daniel Mehring hatte Magenprobleme. Bislang meldeten sie sich erst nach den Belastungen, heute in Hamm schon während des Laufes. Eine Erklärung dafür hat er nicht. 

Den besten Einstand im LSF-Team gab Maren Urner, die seit dem 1. Januar das Startrecht für unseren Verein besitzt. Als bekennenden Crossliebhaberin kam sie als Gesamtdritte ins Ziel. Auf den letzten drei Kilometern konnte sie noch zwei vor ihr liegende Frauen überholen. Die Gesamtserienwertung führt sie an, da weder Christl Dörschel noch Johanna, die vor ihr im Ziel waren, die Serie absolvieren. Maren kann auch die längeren Strecken gut laufen. Sie ist eine heiße Kandidatin für den Gesamtsieg.

 

In zwei Wochen folgt der 15-km-Lauf. Jetzt heißt es vor allem gesund bleiben.

Hier findet man die Ergebnisse vom heutigen Lauf.

0 Kommentare

So

12

Jan

2014

Erstens kommt es anders und zweitens...

Marion Hillebrand-Raves (Foto: M. Holtkötter)
Marion Hillebrand-Raves sicherte sich über 800 m bei den Westdeutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Düsseldorf in der W50 die Vizemeisterschaft (Foto: M. Holtkötter)

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Eigentlich wollte ich heute als Trainer und Athlet bei den Westdeutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Düsseldorf sein. Gestern ereilte mich jedoch ein Hexenschuss, der mich komplett außer Gefecht gesetzt hat. Während die anderen in Düsseldorf um gute Zeiten und Platzierungen kämpften, schaute ich Sport vom Sofa aus. Anne hatte wegen Knieprobleme ohnehin auf einen Start verzichtet. 
Bei ihrem ersten Start für den LSF Münster reichte es für Marion Hillebrand-Raves zur Vizemeisterschaft über 800 m in der AK W50. Sie lief 2:39,46 Minuten. Mit der Platzierung dürfte Marion zufrieden sein.

Eva Schönefeld schlug sich wacker über dieselbe Distanz in der AK W45. Mit 2:42,38 konnte Eva Bestzeit laufen. Das reichte zum 4. Platz.

In der AK M45 ging Arne Fischer über 200 und 800 m an den Start. Über 200 m scheiterte er denkbar knapp an einem Podestrang. Er wurde in 26,61 Sekunden zwar 6., aber es fehlten nur 5/100, dann wäre er dritter geworden. Er hatte seinen Zeitendlauf gewonnen. Wer weiß, was gewesen wäre, hätte er im schnelleren Lauf starten können. Eigentlich sollte das ein gute Omen für den folgenden 800-m-Lauf sein, doch Arne war damit nicht zufrieden. Er belegte in einem unrhythmischen Lauf den 4. Platz in 2:20,93 Minuten. Sein Kommentar: "Vergessen wir es..." Ihm fehlten gut 3 Sekunden zum 3. Rang. Klaus Pick belegte in diesem Lauf den 7. Platz in 2:26,16 Minuten.

Karl-Heinz Prieß war ohne mich der einziger Starter über 800 m aus unserem Verein in der AK M55. Die Zeit von 2:31,17 Minuten brachte ihm den dritten Platz ein. Auf einen Start über die 3.000 m verzichtete er. 
Ebenfalls über 800 m war Torolv Prokosch in der AK M65 am Start. Torolv benötigte für die Distanz 2:57,74 Minuten. Das war für ihn der 7. Rang.
Vom Sofa aus kann Sport richtig spannend sein, aber viel spannender ist es, wenn man direkt dabei ist, ob aktiv oder passiv. In dem Sinne...

0 Kommentare

Mo

23

Dez

2013

Frohe Weihnachten und ein gutes 2014!

Clementine Cwaley auf ihrer ersten Bergtour.
1. Berglauf mit meiner Enkeltochter und Corinna, Sabine und Magdalena. Timo war auch dabei, kam aber für das Foto zu spät;-(

Am gestrigen Sonntag absolvierte meine 5 Monate alte Enkeltochter mit uns ihre erste Bergrunde. Clementine hat die 17,8 km komplett durchgeschlafen. Auch ein teilweise holpriger Untergrund konnte ihren friedlichen Schlaf nicht stören. Mich begleitet dabei haben Corinna, Sabine, Magdalena und Timo, der für das Foto etwas zu spät kam. Vielen Dank auch an Thomas, der uns die Rennmaschine für Clem geliehen hat.

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten. Stresst euch nicht, sondern genießt die gemeinsamen Stunden mit Familie und Freunden. 

0 Kommentare

Sa

14

Dez

2013

Schnellstes Quartett in Ahlen

Anne Holtkötter, Steffi Michels, Caro Hauck und Johanna Rellensmann (Foto: M. Holtkötter)
Das schnellste Quartett beim Ahlener Winter-Citylauf am 13. Dezember 2013 über 10 Kilometer mit den Plätzen 1, 6, 8 und 11. Von rechts: Johanna Rellensmann, Caro Hauck, Steffi Michels und Anne Holtkötter.

Beim gestrigen 10. Ahlener Winter-Citylauf waren einige aus unserer Trainigsgruppe am Start. Die Ahlener hatten diesmal Glück mit dem Wetter. Temperaturen um den Gefrierpunkt und nahezu Windstille sorgten für gute Rahmenbedingungen.

Auf der Hinfahrt wurde natürlich, aber nicht ausschließlich, über den bevorstehenden Lauf gesprochen. Ein guter Parkplatz war schnell gefunden und schon ging es zum Nachmelden. Nach dem Einlaufen diskutierten wir über die passende Rennbekleidung. Wenn es kalt ist, neigt man dazu, eher zu viel als zu wenig zu tragen. Besonders mutig war Johanna Rellensmann, die eine kurze Hose wählte. Der allgemeine Trend ging eher zu einer langen. Im Startbereich absolvierten wir noch schnell ein paar Steigerungen. Die Renntaktik war zu diesem Zeitpunkt längst klar. Johanna sollte schauen, ob eine schnelle Frau das Tempo bestimmen würde, um sich zunächst nur dranzuhängen. Am Ende sollte sie sehen, ob sie dann vorbeigehen könne. Steffi Michels wollte einfach einen schönen, schnellen Lauf haben. Anne Holtkötter stellte sich als Pacemakerin für Corinna Meiser zur Verfügung. Zu Caro Hauck hatte ich schon beim Dienstagtraining gesagt: "Du bleibst so lange an mir dran, bis ich nicht mehr kann. Dann gehst du vorbei." Mit dem Vorbeigehen war durchaus ernst gemeint, denn Caro ist aktuell sehr gut drauf. Im dicht gedrängten Startraum gab ich ihr noch den Tipp, nach dem Startschuss die Ellenbogen etwas seitlich auszufahren, um so eine bessere Balance halten zu können und einen Sturz zu vermeinden. Irgendwie musste Caro das mit dem Hinterherlaufen falsch verstanden haben. Kaum hatte die Startpistole geknallt, schoss sie los und im dichten Gedränge hatte ich schnell 15 bis 20 Meter Rückstand. Erst nach einem Kilometer konnte ich zu ihr auflaufen und ihr die Zwischenzeit durchgeben. Die Uhr zeigte 3:49 Minuten und war deutlich zu schnell. Caro ließ sich nicht bremsen. Auch die folgenden drei Kilometer blieben unter der Vier-Minutenmarke. Nach 19:40 Minuten erreichten wir den Kilometerpunkt fünf. Die Hälfte war absolviert und nun merkte ich Caro einen leichten Kräfteverschleiß an. Ich versuchte sie an den passenden Stellen zu motivieren und einfache Anweisungen zu geben. "Es geht leicht hoch, Schritt verkürzen und die Frequenz erhöhen. Es geht ganz leicht runter. Fußabdruck und Laufenlassen." Kurz vor dem Ziel sah Caro dann die große Laufuhr, die 39:54 Minuten anzeigte. Sie drückte noch einmal aufs Tempo. Am Ende waren es 40:01 Minuten und eine neue deutliche Bestzeit für Caro. Für mich waren die 40:01 Minuten immerhin die zweitschnellste Zeit in diesem Jahr. 

Johanna Rellensmann Gesamtsiegerin über 10 km beim Ahlener Winter-Citylauf. (Foto: M. Holtkötter)
Johanna Rellensmann Gesamtsiegerin über 10 km beim Ahlener Winter-Citylauf.

Zu diesem Zeitpunkt genoss Johanna schon den warmen Tee. Sie hatte den Lauf gewonnen und berichtete vom spannenden Rennverlauf. Lange lag sie an zweiter Position. Unterwegs erhielt sie die Informationen, dass der Abstand zur Führenden von Runde zu Runde immer geringer wurde. Das motivierte sie zusätzlich. Mit hohen Tempo passierte Johanna ihre Konkurrentin bei Kilometer neun und nahm Annika Krull vom TV Beckum noch 10 Sekunden bis ins Ziel ab. 36:25 Minuten lautete ihre Siegerzeit und die Freude darüber war groß. Johannas Renntaktik ging komplett auf. Ihre letzte Runde war ihre schnellste. Zum Ende hin hat sie immer noch ein Pfund drauf.
Steffi hatte zu Beginn des Rennens Karsten Kordes und Arne Fischer als Laufbegleiter. Frühzeitig musste Karsten mit Oberschenkelproblemen das Tempo reduzieren. Er kam nach nach 42:36 Minuten ins Ziel. Arne Fischer setzte sich von Steffi nach vorn ab. Er versuchte den Anschluss an Caro zu halten, hatte aber auch körperliche Probleme. Am Ende standen 40:58 Minuten für ihn zu Buche. So musste Steffi ihr Rennen allein gestalten, was ihr sichtlich gut bekam. Im Ziel freute sie sich über die Zeit von 41:46 Minuten. 

Anne hatte zugesagt, für Corinna Meiser die Pace zu machen. Ziel war eine ganz hohe 42er Zeit zu laufen. Auf den ersten Kilometern stimmte auch der Schnitt, aber dann musste Corinna das Tempo etwas reduzieren. Da hilft auch kein Pacemaker, der ohnehin nur für ein gleichmäßiges Tempo sorgen kann. Laufen muss man immer noch allein. Anne lief dann nach 43:22 Minuten ins Ziel. Für sie war es ein flotter Trainingslauf, mehr nicht, aber sie gewann damit immerhin noch ihre Altersklasse der W55.

In 34:44 Minuten lief Christian Gems nicht nur eine sehr gute Zeit, sondern auch auf den 6. Gesamtrang bei den Männern. Die Zeit überrascht um so mehr, da Christian studienbedingt mit dem Training etwas kürzer treten muss. Nach längerer Verletzungspause ist Ralf Schulze zurück. Er freute sich besonders über 39:40 Minuten. Ein glückliches Gesicht sah man auch bei Vanessa Radusch. Ihre 47:48 Minuten reichten zum 2. Platz in der AK W30.

Für den sehr guten Lauf von allen belohnten wir uns mit einem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, der sehr voll war. Gefühlt dauerte es länger, das Heißgetränk zu bekommen, als die 10 Kilometer zu absolvieren. 

Auf der Rückfahrt konnte ich dann feststellen, dass ich das schnellste Frauen-Quartett in meinen Auto hatte. Immerhin hatten die Mädels im Gesamteinlauf die Plätze, 1, 6, 8 und 11 belegt. Da ist man doch gern Chauffeur. 

0 Kommentare